Jadgschloß Granitz Insel Rügen
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RÜGEN

Jagdschloss Granitz
Rügen

Architektur & Panorama

Malerisches Schloss im Buchenwald mit atemberaubender Aussicht.

Malerisches Schloss im Buchenwald mit atemberaubender Aussicht.

Das Jagdschloss Granitz gehört zweifellos zu den glanzvollsten architektonischen Juwelen und den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Norddeutschlands. Majestätisch thront das neugotische Schloss auf dem Gipfel des 107 Meter hohen Tempelbergs, eingebettet in das fast 1.000 Hektar große, urwüchsige Buchenwaldgebiet der Granitz. Dieses wogende grüne Blätterdach, das seit 1991 zum Biosphärenreservat Südost-Rügen gehört, verleiht dem Schloss zu jeder Jahreszeit eine beinahe mystische Atmosphäre und macht es zu einem der reizvollsten Ausflugsziele der Insel.

Entstanden ist das repräsentative Bauwerk in den Jahren 1837 bis 1846 im Auftrag des visionären Fürsten Wilhelm Malte I. zu Putbus. Nach Entwürfen des Berliner Architekten Johann Christian Karl Tempel entstand ein zweigeschossiges Kastell mit vier runden Ecktürmen. Es diente der fürstlichen Familie vor allem als standesgemäßer Jagdsitz und Sommerresidenz für erlesene Gäste aus dem europäischen Hochadel. Zu den prominenten Besuchern zählten unter anderem König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen und Reichskanzler Otto von Bismarck, die in den prunkvollen Salons rauschende Feste feierten.

Das unbestrittene architektonische Highlight und das Wahrzeichen des Schlosses ist der nachträglich errichtete, 38 Meter hohe Mittelturm. Entworfen von dem weltberühmten preußischen Baumeister Karl Friedrich Schinkel, beherbergt er im Inneren ein Meisterwerk der Ingenieurskunst des 19. Jahrhunderts: Eine filigrane, gusseiserne Wendeltreppe mit 154 kunstvoll verzierten Stufen, die sich vollkommen freitragend an den kreisrunden Innenwänden emporwindet. Wer den Aufstieg wagt, wird auf der Aussichtsplattform mit einem atemberaubenden 360-Grad-Rundumblick belohnt, der bei klarer Sicht über die gesamte Insel Rügen, das Festland bis nach Stralsund und die Nachbarinseln Usedom und Hiddensee reicht.

Heute beherbergt das sorgfältig restaurierte Schloss ein spannendes Museum der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten. Besucher können durch die originalgetreu eingerichteten historischen Salons flanieren, eine beeindruckende Sammlung historischer Jagdwaffen besichtigen und wechselnde Ausstellungen im prächtigen Marmorsaal erleben. Nach der Besichtigung lädt die urige Schlossbrennerei im Kellergewölbe oder der Waldbiergarten im Schlosshof zum Verweilen ein, um den Ausflug kulinarisch abzurunden.

Abschnitt 01

Ein fürstliches Jagdschloss im Buchenwald

Das Jagdschloss Granitz thronend auf dem Tempelberg inmitten eines zusammenhängenden Buchenwaldgebietes der Granitz, zieht jährlich unzählige Besucher an. Erbaut im Auftrag von Fürst Wilhelm Malte I. zu Putbus zwischen 1837 und 1846 im neugotischen Stil, diente das Schloss als prestigeträchtiger Jagdsitz für adelige Gäste. Heute ist es das meistbesuchte Schloss in Mecklenburg-Vorpommern.

Jadgschloß Granitz Insel Rügen
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Abschnitt 02

Die filigrane Wendeltreppe im Zentralturm

Das absolute Highlight im Inneren des Schlosses ist der 38 Meter hohe Mittelturm, der nach Plänen des berühmten Baumeisters Karl Friedrich Schinkel entworfen wurde. Schwindelfreie Besucher erklimmen eine kunstvoll verzierte, gusseiserne Wendeltreppe mit 154 Stufen, die sich freitragend an den Wänden des Turms emporwindet. Ein architektonisches Meisterwerk der Eisengießkunst des 19. Jahrhunderts.

Die filigrane Wendeltreppe im Zentralturm
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Atemberaubender Rundumblick über Rügen

Wer den Aufstieg über die gusseiserne Wendeltreppe wagt, wird mit einem grandiosen Rundumblick von der Aussichtsplattform belohnt. Bei klarem Wetter reicht die Sicht über die gesamte Insel Rügen, bis hinüber nach Stralsund und Usedom, und sogar bis zum Festland. Der umliegende Buchenwald der Granitz liegt einem wie ein wogendes grünes Meer zu Füßen.

Atemberaubender Rundumblick über Rügen
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Museum und historische Ausstellungen im Schloss

Im Inneren des Schlosses erwartet Sie ein interessantes Museum zur Geschichte des Gebäudes und der Granitz. Neben historischen Jagdwaffen und Gemälden der fürstlichen Familie zu Putbus sind auch die originalgetreu eingerichteten Salons zu bewundern. Wechselnde Sonderausstellungen im prachtvollen Marmorsaal beleuchten zudem verschiedene kulturhistorische Themen rund um die Insel Rügen.

Museum und historische Ausstellungen im Schloss
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Romantische Anreise und Wanderwege

Ein besonderes Erlebnis ist die Anreise zum Jagdschloss Granitz. Da der Tempelberg für den privaten Autoverkehr gesperrt ist, lässt sich der Besuch hervorragend mit einer Wanderung durch den idyllischen Buchenwald der Granitz von Binz oder Sellin aus verbinden. Alternativ hält die historische Schmalspurbahn „Rasender Roland“ direkt am Haltepunkt Garftitz, von wo aus ein schöner Waldweg in etwa 20 Minuten zum Schloss führt. Zudem pendelt der urige „Jagdschloss-Express“ (eine Wegebahn) regelmäßig ab Binz.

Romantische Anreise und Wanderwege
Impressionen

Bildergalerie

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Gut zu wissen

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Das Jagdschloss Granitz ist das architektonische Kronjuwel der Insel Rügen und zählt zu den meistbesuchten Schlössern Norddeutschlands. Es wurde zwischen 1837 und 1846 von Fürst Wilhelm Malte I. zu Putbus auf dem 107 Meter hohen Tempelberg inmitten des dichten Buchenwaldgebiets der Granitz errichtet. Das romantische Schloss im Stil der norditalienischen Kastellarchitektur beeindruckt nicht nur durch seine prunkvollen historischen Säle und wechselnden Ausstellungen, sondern vor allem durch seinen 38 Meter hohen Hauptturm. Von dessen Aussichtsplattform genießen Besucher auf 145 Metern über dem Meeresspiegel einen unvergleichlichen Panoramablick über die gesamte Insel Rügen bis hin zur Ostsee.

Der Aussichtsturm birgt eine echte weltweite Kuriosität: Um auf die Aussichtsplattform zu gelangen, steigt man über eine frei schwebende, gusseiserne Wendeltreppe mit 154 Stufen auf. Die filigrane Treppenkonstruktion wurde in den historischen Fürstlichen Eisenhütten gegossen und schraubt sich im Inneren des hohlen Turms ohne mittlere Stützsäule frei nach oben. Da man beim Aufstieg durch die kunstvoll durchbrochenen Gitterstufen nach unten blicken kann, erfordert das Erklimmen des Turms etwas Mut und Schwindelfreiheit – belohnt wird man oben mit der besten Aussicht der Insel.

Um das umgebende Naturschutzgebiet der Granitz zu schützen, ist die direkte Anfahrt mit dem privaten Auto bis zum Schloss nicht gestattet. Es gibt jedoch wunderbare Möglichkeiten der Anreise:

  • Wandern oder Radfahren: Wunderschöne, schattige Waldwege führen von den Ostseebildern Binz (ca. 2,5 km), Sellin oder Lancken-Granitz direkt hinauf zum Tempelberg.

  • Mit dem Jagdschloss-Express: Bunte Bimmelbahnen fahren während der Saison regelmäßig ab den Seebrücken bzw. Ortskernen in Binz und Sellin direkt bis vor das Schlosstor.

  • Mit dem „Rasenden Roland“: Fahren Sie mit der historischen Schmalspurbahn bis zur Haltestelle Garftitz oder Jagdschloss. Von dort führt ein idyllischer, ca. $1,5\text{ km}$ langer Fußweg durch den Buchenwald zum Schloss.

Das Betreten des Außengeländes, des Schlossinnenhofs sowie des umgebenden Buchenwaldes ist kostenfrei. Wenn Sie jedoch das Schloss von innen besichtigen, die historischen Ausstellungen besuchen oder die Wendeltreppe zum Aussichtsturm besteigen möchten, benötigen Sie eine Eintrittskarte. Die Ticketpreise der Staatlichen Schlösser und Gärten M-V sind sehr moderat; Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren erhalten in der Regel freien Eintritt. Für Familien und Gruppen gibt es ermäßigte Tarife.

Da es sich um ein denkmalgeschütztes, historisches Bauwerk aus dem 19. Jahrhundert handelt, ist die Barrierefreiheit eingeschränkt:

  • Aussichtsturm: Ist aufgrund der engen, historischen Wendeltreppe nicht barrierefrei und weder mit Kinderwagen noch mit dem Rollstuhl zugänglich.

  • Schlossinnenräume: Erdgeschoss und Ausstellungsräume im Schloss sind über Rampen bzw. mit Unterstützung des Schlosspersonals zugänglich.

  • Kinderwagen & Hunde: Kinderwagen müssen im Eingangsbereich abgestellt werden. Hunde sind im Außenbereich des Schlosses und im Buchenwald (an der Leine) willkommen, dürfen jedoch nicht mit in die Ausstellungsräume und auf den Turm genommen werden.

Das Jagdschloss Granitz hat ganzjährig geöffnet (im Winter teils mit leicht verkürzten Öffnungszeiten). Da das Schloss zu den absoluten Top-Sehenswürdigkeiten Rügens gehört, ist der Besucherandrang in den Sommermonaten (Juli/August) um die Mittagszeit besonders hoch. Um Wartezeiten an der schmalen Wendeltreppe des Turms zu vermeiden, empfiehlt sich ein Besuch am frühen Morgen (direkt zur Öffnung ab 10:00 Uhr) oder am späten Nachmittag. Auch ein Besuch im goldenen Herbst oder bei verschneitem Buchenwald im Winter verströmt eine magische Atmosphäre.

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